Monsters – Roadmovie mit Aliens

Vor 6 Jahren erforschte die NASA die Möglichkeit, dass sich ausserirdisches Leben in unserem Sonnensystem aufhalten könnte. Eine Sonde wurde gestartet, die Proben sammeln sollte, stürzte aber beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über Zentralamerika ab. Kurz danach breitete sich eine neue Lebensform dort aus, und halb Mexiko wurde zur „Infizerten Zone“….

Klingt alles ein wenig nach District 9, oder? Nun ja, aber bei den Aliens, die in einer Sperrzone leben, hört die Gemeinsamkeit schon auf. Die Ausserirdischen sind riesige, krakenähnliche Wesen, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Spontan musste ich dabei an Cthulhu denken… hat die Sonde etwa die alten Götter wieder auf die Erde geholt? 😉

Sei´s drum, die Story ist schnell weiter erzählt. Ein Fotograf und die Tochter seines Chefs müssen wegen einiger widriger Umstände nun durch diese Zone durch, um wieder nach Amerika zu kommen. Punkt. Somit erleben wir einen Roadtrip durch Mexiko, wo die Protagonisten dem unfreundlichen Militär, geschäftstüchtigen Mexikanern und freundlichen Familien begegnen… und auch mal den Aliens, die man sonst nur verwackelt in einem der Fernseher oder tot unter Trümmern zu Gesicht bekommt.

Wer einen Knaller wie District 9 erwartet, wird enttäuscht sein. Auch eine Art Gesellschaftskritik á la „Wer sind eigentlich die wahren Monster“ hält sich stark in Grenzen. Übrig bleibt ein Roadmovie mit einigen Längen und einer Prise Ausserirdische.

Bemerkenswert allein ist, unter welchen Umständen der Film entstanden ist. Die beiden Hauptdarsteller bekamen nur grobe Anweisungen, worum es in den Szenen geht, nahezu sämtliche Dialoge sind improvisiert. Auch sämtliche anderen Personen, die mitspielen, waren nur Menschen, die zufällig vor Ort waren. Gedreht wurde an Original-Schauplätzen in Mexiko, oftmals ohne Drehgenehmigung. Die Filmcrew bestand nur aus zwei Leuten, die handelsübliche Kameras verwendeten, sämtliche Schnitte und Spezialeffekte sind quasi am heimischen PC entstanden. Mit diesen Infos im Hinterkopf ist es dann schon wieder erstaunlich, wie professionell der Film wirkt.

Fazit: Nix für Science-Fiction und Action-Freaks, aber für Freunde eher ruhiger Roadmovies mit sozialem Touch (und grossen Krakenwesen) sicher sehenswert.

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